Mittwoch, 20. Februar 2013

Antwort

Mein Wille ist es,
der Berge versetzten sollte!
So bin ich,
so soll ich sein?
So voller Zweifel,
so voller Blicke
auf Augen,
ihre Augen.

Das macht mich aus,
dass ich bin. Dass ich will. Dass ich liebe.
Liebe ist Sehen, ist Leben.
Liebe ist Wollen.
Vielleicht die Grenze, vielleicht die Dummheit.
Vielleicht das Verzagen, die Schwäche und die Schuld.

Und doch,
Liebe ist es,
dass ihr Blick
alles wiegt. Dass sie mich
macht, groß macht, zu allem macht, wert macht.
Vielleicht eine dumme Liebe,
und doch liebe ich. Ich liebe.
Das macht mich aus.
Dass ich mir verdammt noch mal
Schwäche zeige
und zweifle und fluche und hasse.
Liebe.
-dass ich dich verfluchen mag, in den Wind schießen,
all meine verdammten Gefühle,
doch ich bin, was ich bin.

Ich bin ein Narr.
Ich bin ein Clown. Ich bin Liebende,
Freundin und Fremde.
Ich bin
Worte, gesagt im Schweigen.
Ich bin verstanden, unverstanden,
bin weinend, schwach,
bin lachend. Bin mutig und neidend,
bin wissend und dumm.
Bin kindisch und
immer und immer wieder
so voller Liebe.
Alles zugleich.
Liebe macht, dass ich bin.

[o] 
petit Indien
20/02/13
[soundtrack: Nelly Furtado - Afraid]

Freitag, 2. November 2012

Gespiegelt

Was für eine
Unwirklichkeit, die mich umfängt.
So voller Trug und Spuk -

Spuk in mir, fass mich an,
wir werden, sind nicht.
Heute, heute Nacht
wird die Zeit rückwärts gehen,
alles was war, wird werden -
vergiss dein Leben,
vergiss meine Hand!
Dies ist vorbei,
Heim, Verloren im Sand,
der über uns zusammen
rieselt durch mich, durchrieselt mich
die Sehnsucht nach den alten Tagen,
wo Ziel und Sucht,
noch Hand in Hand ging,
durchrieselt mich das Gefühl von
lang vergangener Unendlichkeit,
die in uns verging
.
Gib mir Licht, gib mir Blicke!
Ich bin blind, ich bin taub,
ich bin
nicht länger, war, werde,
'Ich' auf gelbem Papier,
Ich, ein Wort,
gehaucht aus
dem Mund einer Fremden,
einer Freundin, am fremden Ort,
zur fremden Zeit -
ich lächle.

Ich.
Trag mich
trag mich heim.
Gib mir Licht,
gib mir Worte und Bilder,
fülle mich, mach mich fest,
gib mir die Zeit zurück.

Trugbild, vollendet festgesetzt,
hast mich gefunden.
Ich, unter dunklem Wimpernkranz,
ich. - Zerfall.
Falle, nicht, kann nicht
fallen, zerfalle, vergehe, wo?
Versucht zu suchen,
ohne Worte, ohne Taten,
dort ist nichts, ich sag es dir!
Dort ist nichts.

Drehe, gehe,
in mir so
wund. Versuche so
lustlos mir Mut zu machen,
versuche - es schmerzt?
Wachsen schmerzt.
Schon lange vorrüber sind die
Tage des Ichs. Ich bin nicht -
bin nicht mehr so,
bin nicht mehr
mehr?

[o] 
petit Indien
02/11/12
[soundtrack: Crystal Fighters - Solar System]

Montag, 29. Oktober 2012

Liebe ist -

Ich will das nicht.
Dieses Winden und
Stoßen, von mir weg,
um meinen Platz im Leben
auf meinen
eigenen Beinen zu bauen.
Liebe ist
manchmal eng und
manchmal ein wenig ohne
Leben.

[o] 
petit Indien
24/10/12
[soundtrack: Mika - One foot boy]

Mittwoch, 25. Juli 2012

Glauben

Ich...
gehe im Kreis,
weiß nicht vor,
weiß nicht zurück.
Ich
würd mich gern
fallen lassen-
wir sind anders,
wir sind rein!
In mir schreit
diese Stimme laut,
deutlich.
Ich will nicht.
Ich kann nicht.
Und ich werde nicht
eher ruhen, bis mein
Geist auch allein
voller Sehnsucht ruht,
bis ich meinen
Weg zu meinem Weg
gemacht,
mich gemacht.

Täuschung.
Getäuscht, enttäuscht,
vertauscht ist mein Wort.
Mein Wille rollt,
überrollt mein Heil.

Ich will,
dass du mich segnest,
will,
dass du mich nimmst.
Vertreib
all diese -
Wörter
zehren
an mir.
Ich kann nicht
ohne meinen Weg -
so versteh!
Ich kann nicht
ohne mein Ziehen, Zerren -
immer voran.

Nimm mich
an der Hand.
Führe mich
dort, dort will ich hin.
Ich will,
wenn nicht gehen,
dann gezogen werden? Nein!

Ich will -
glaub an mich!
Ich brauche deinen Glauben,
bitte - ich bitte dich,
glaub! Träum!
Nimm mir nicht meine
Identität,
mein Lebensstreben,
meinen Anfang.

Wir...
gehen im Kreis.
Kein Anfang,
kein Ende,
kein vor und
kein zurück.
Glauben soll alles,
glauben soll ich,
glauben sollst du.


[o] 
petit Indien
25/07/12
[soundtrack: Sookee - deine Hände]

Mittwoch, 18. April 2012

(W)irrungen

Ich will (nicht) mehr
um jede Minute kämpfen,
sie erkämpfen,
zu Eigen machen.
Ich will
(einfach) mal die
Zeit in mir
fühlen,
will Unendlichkeit mir
leisten können und
(kein) grauer Rauch
soll mich um
Kopf und Kragen bringen,
(keine) Frage nach - 
(Zeit)lücken
in mir.

[o] 
petit Indien
18/04/12
 
[soundtrack: Void Pedal - Let it fall]


Dienstag, 6. März 2012

Kreise.

Muss mich
immer öffnen,
wie eine Auster,
immer auf Durchzug
und alles aus mir
raus lassen,
solange,
bis in mir
nicht mehr ist?
Nein.

Muss mich
offen halten,
gleich bleiben,
mich fest halten, setzen-
auf mir
setzt es sich fest,
das Auf und Ab
bringt mich
zum Erliegen.

Ich liege,
lasse los.
Alles fließt durch
mich hindurch,
aus mir heraus -
da ist nichts.

Müde Knochen,
still stehend im
schnellen Strom.
Wartend auf
Dazwischen,
da,
wo ich mich finde,
da,
wo es passt.

Ich will
Zeit,
will in
meiner Ödnis
Kreise ziehen,
an mir vorbei,
mich hinter mir,
zwischen mir-
kann ich mich fest setzen,
nicht im Spiel,
nur im Leben.

[o]
petit Indien
06/03/12

[Soundtrack: Angus & Julia Stone - Draw your swords]

Montag, 30. Januar 2012

Sind Schatten und Bild



Es ist ein unendliches Schwanken
vom Richtig zum Falsch.
Meine Schritte
treffen den wunden Punkt,
wir sind verletzt und straucheln,
schwanken,
fallen und bleiben liegen.
Für den Moment
geborgen in den Armen der Anderen.

Ich weiß noch immer nicht
des Traumes Ziel, weiß nicht,
wohin mich das zieht und
wohin wir uns verlieren. Verstreuen.
In alle Winde zerstreut fliegen wir,
verloren auf all unseren Wegen.

Du bist mein.
Ich reiß dich mit mir.
Wir Suchenden -
suchen das Heil,
unser Heil im Rad des Lebens.
Suchen uns.
Spiegelwort? Spiegelt das Leben -
vergangen, -ändert?
Sich suchen. Im Licht des Himmels,
himmelwärts streben, ich gebe auf.

Gehe auf und
gebe dir mein Herz und meine Seele,
verfließen zum Wunsch, zur Sehnsucht
nach dem wahren Wert,
dem wahren Wort und niemals vergeht
der Schimmer in - wessen Augen?
Du lügst.
Unwahrheit tropft von deinen Lippen.

Ich
will sie auffangen
in einen Kreis legen,
will ihre Teile sammeln und setzen.
Setzen lassen. Es ist wahr.

Suchend. Schwankend.
Vom Richtig zum Falsch.
Weil eigentlich nichts richtig, nichts falsch,
weil eigentlich alles nur menschlich und
alles voran.

Ich gehe.
Gebe mich, wahr,
schwanke vielleicht, doch bin stark,
bist stark, wir sind
Schatten und Bild,
sind Fall und Schlag-
Aufschlag, wir schlagen auf,
finden uns wieder,
neu erfunden
dreht es sich
um uns. Mitte.
Mitte gefunden
in dir.

                             [o]
                      petit Indien
                      30/01/2012
[soundtrack: Keziah Jones - Here Again]